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Der Erfolgreiche Startup-Exit: Strategien für deinen Unternehmensverkauf

In diesem Artikel erfährst du alles, was du über Startup-Exits wissen musst. Was ist ein Startup-Exit und welche Bedeutung hat er für dich und deine Ziele mit deinem Unternehmen. Welche Gründe und Strategien sind sinnvoll? Wie wähle ich die richtige Strategie und schaffe eine gute Exit-Basis?
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Wann ist der perfekte Zeitpunkt für einen Startup-Exit, und wie wählt man die richtige Strategie? Erfahre in diesem Blog, wie du Herausforderungen meisterst und den Weg für den erfolgreichen Verkauf deines Unternehmens ebnest. Tauche ein und entdecke wertvolle Insights und praktische Tipps!

Was ist ein Start-up Exit und welche Bedeutung hat er?

In der modernen Wirtschaftswelt sind Startups ein Synonym für Innovation und wirtschaftlichen Wandel. Die OECD definiert Startups als „[…] junge Unternehmen mit einem hohen Maß an Flexibilität und Risikobereitschaft, die durch ihre innovative Geschäftsideen und ihr beträchtliches Wachstumspotenzial eine Schlüsselrolle in der wirtschaftlichen Dynamik spielen.“ Diese Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt bringen, die entweder völlig neu sind oder sich noch nicht etabliert haben. 

Ein zentraler Begriff und oftmals entscheidender Schritt im Lebenszyklus eines Startups ist der „Exit“. Wichtig ist das der Exit hierbei nicht das Ende der Entwicklung eines Startups bedeuten muss, sondern lediglich den Zeitpunkt bezeichnet, an dem Investor oder Gründer ihre Anteile verkaufen, mit dem Hauptziel finanzielle Gewinne zu realisieren und die nächste Wachstumsstufe zu erreichen. Startup-Exits sind nicht nur bedeutende Meilensteine, sondern können auch vorteilhaft für sowohl Gründer als auch Investoren sein:

  • Für Gründer bieten Exits die Möglichkeit, finanzielle Erträge zu erzielen und neue Projekte zu initiieren.
  • Für Investoren generiert der Exit, durch die Freisetzung finanzieller Ressourcen, Renditen, die in neue Investitionen umverteilt werden können.

Ein Exit hat aber auch weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene fördert ein Startup-Exit:

  • die Innovationskraft
  • schafft neue Arbeitsplätze, wodurch sie einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung leisten
  • trägt zur Dynamik und Weiterentwicklung der Wirtschaft bei, indem Innovationszyklen beschleunigt werden und neue Geschäftsmöglichkeiten geschaffen werden

Zusammenfassend lässt sich daher sagen, dass ein „florierendes Startup-Ökosystem Innovation, wettbewerbsfähige Arbeitsplätze und Wohlstand in einem Land schaffen kann.“

Vier verschiede Gründe für einen Startup-Exit

1.      Finanzielle Gewinne

Ein Exit ermöglicht die Realisierung von Investitionen, die Generierung von Rendite für Investoren und kann den Liquiditätsbedarf des Start-ups decken.

2.      Risikominimierung

Ein Exit dient oft der Absicherung gegen Marktrisiken und bietet den Beteiligten die Möglichkeit, ihre Investments zu schützen.

3.      Strategische Vorteile

Durch einen Exit können strategische Ziele erreicht werden, wie der Zugang zu neuen Märkten, Technologien oder Ressourcen durch den Verkauf. Börsengänge ermöglichen zudem ein Wachstum und eine Skalierung des Unternehmens.

4.      Marktdruck

Veränderungen im Marktumfeld oder wachsender Wettbewerb können einen Exit notwendig machen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.

Allgemein: Alles rund um Exit Strategien

Was sind Exit-Strategien?

Eine Exit-Strategie ist ein strategischer Geschäftsplan, der entwickelt wird, um Geschäftsbeziehungen zu beenden, Vermögenswerte zu veräußern oder das Unternehmen zu schließen. Sie spielt eine entscheidende Rolle im dynamischen Umfeld von Startups, oft als Schlüssel zur Realisierung des Return on Investment (ROI) für Investoren und Gründer. Diese Strategien können frühzeitig in den Businessplan integriert oder als Reaktion auf unvorhergesehene Ereignisse entwickelt werden, die das Unternehmen gefährden könnten. Unternehmen passen ihre Exit-Strategien an ihr spezifisches Geschäftsumfeld und ihre persönlichen Ziele an.

Welche Exit-Strategien gibt es?

Grundsätzlich gibt es viele Wege für einen Exit. In diesem Blogbeitrag werden die drei, für einen Startup-Exit typischen Strategien weiter erläutert. Unterscheiden wird hierbei zwischen drei Optionen, dem Merger & Acquisition (M&A), dem Initial Public Offering (IPO) und Verkauf an Private Equity. Alle Exit-Optionen ermöglichen es Startups, ihre Entwicklung und Wachstumsstrategien auf vielfältige Weise zu gestalten und die Erträge für ihre Stakeholder zu maximieren.

Merger & Acquisition (M&A)

Dies ist vermutlich der bekannteste Exit-Weg für Startups. Hierbei handelt es sich um den Verkauf oder um die Fusion des Startups an ein anderes, meist größeres Unternehmen. Oftmals zielt der Erwerb darauf ab, die Produkte, Technologien oder das Talent des Start-ups zu integrieren.

Diese Form des Exits hat einige Vorteile: Durch die Kombination von Ressourcen und Talenten sowie die Erweiterung des Marktanteils und der Kundenbasis können Unternehmen signifikantes Wachstum erzielen. Zudem führen Synergien in Betrieb und Verwaltung zu gesteigerter Effizienz und Kosteneinsparungen. Grundsätzlich sind M&A-Transaktionen oft mit finanziellen Vorteilen verbunden.

Dem entgegen stehen allerdings auch einige Herausforderungen:  Die Komplexität des Fusionsprozesses und die Herausforderungen bei der Integration von Systemen und Prozessen können zeit- und kostenintensiv sein. Darüber hinaus können kulturelle und strategische Risiken auftreten, wie mögliche interne Konflikte und Kulturkollisionen zwischen den Unternehmen.

Initial Public Offering (IPO)

Das Initial Public Offering, kurz IPO, bezeichnet den Börsengang eines Unternehmens, bei dem Aktien öffentlich angeboten und gehandelt werden.

Diese Form des Exits hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Startup und seine Stakeholder. Durch den Börsengang wird das Startup zu einer öffentlich gehandelten Gesellschaft, was oft eine erhebliche Kapitalerhöhung bedeutet, jedoch auch strengere finanzielle Berichterstattung und Unternehmensführung erfordert.

Vorteile dieser Exit-Strategie: IPO ermöglicht es einem Startup, erhebliches Kapital zu beschaffen, die Marktpräsenz zu erhöhen und fördert die Liquidität für Gründer und frühe Investoren.

Nachteile dieser Exit-Strategie: die hohen Kosten, regulatorische Anforderungen und den Verlust von Kontrolle und Entscheidungsbefugnissen für die Gründer, da sie nun den Erwartungen und dem Druck der Aktionäre gerecht werden müssen.

Verkauf an Private Equity

Ein weiterer möglicher Exit-Weg ist der Verkauf des Unternehmens an einen Private Equity-Investor oder eine Private-Equity-Gesellschaft. Diese Investoren erwerben Mitsprache- und Gestaltungsrechte im Unternehmen, bringen aber im Gegenzug Kapital sowie Expertise ein. Vor der Entscheidung ist es essentiell, die Strategie der Private-Equity-Gesellschaft und den entsprechenden Fonds sorgfältig zu bewerten, um potenzielle Synergien zu nutzen und die langfristige Ausrichtung des Unternehmens sicherzustellen.

Du planst ein Startup-Exit mit deinem Unternehmen?

Wann ist dein Startup bereit für einen Exit? – Vorbereitung und Planung deines Exits

Bevor du über den Verkauf deines Unternehmens nachdenkst, ist es wichtig zu prüfen, ob dein Geschäftsmodell auch ohne deine direkte Beteiligung funktionieren kann. Im Falle einer engen Bindung an die Marke oder wichtige Geschäftsbeziehungen über dich können die Chancen für einen erfolgreichen Exit erschweren werden. Dies führt zu operativen Abhängigkeiten bzw. Herausforderungen, wodurch dein Unternehmen für potenzielle Käufer unattraktiv wird.

Zudem ist der richtige Zeitpunkt entscheidend, dieser ist individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Marktkonditionen und persönlicher Ziele. Der Verkaufszeitpunkt spielt eine entscheidende Rolle, um den Wert deines Unternehmens optimal zu realisieren und potenzielle Wachstumsmöglichkeiten zu betonen.

Beispielsweise würden in einer wirtschaftlichen Rezession die Bewertungen deines Unternehmens sinken, was zu niedrigeren Verkaufspreisen führen kann. Wenn dein persönliches Ziel aber ist durch den Exit Kapital für weiteres Wachstum zu generieren, sei es für Expansion oder neue Produktentwicklungen, ist dies nicht der richtige Zeitpunkt für einen Exit.  Du könnest deine Ziele nicht optimal realisieren.

Eine gründliche Vorbereitung ist entscheidend für einen erfolgreichen Exit. Dazu gehören eine präzise Unternehmensbewertung, finanzielle Optimierung und rechtliche Vorbereitung. Es sollte bereits die Entscheidung über den Verkaufsumfang getroffen worden sein. Die Vorbereitung einer umfassende finanzielle Due Diligence sichert alle finanziellen Aspekte ab und erhöht die Transparenz für mögliche Käufer. Eine langfristige strategische Planung bildet die Basis für einen erfolgreichen Exit. Daher ist es wichtig genug Zeit und Aufmerksamkeit in den gesamten Exit-Prozess investieren zu können.  Ein Beispiel für ein Unternehmen, welches einen erfolgreichen Exit gemacht hat ist unsere Kunde Nonplusultra. Mehr über ihre Erfolgsgeschichte kannst du in unserem Blogbeitrag lesen.

Nehmen wir an dein Unternehmen ist bereit für einen Exit und du bist bereits gut über die verschieden Exit-Strategien informiert. Für welche der Strategien entscheidest du nicht nun, um deine persönlichen Ziele bestmöglich umsetzten zu können?

Wie entscheide ich mich für die richtige Exit-Strategie?

Um die ideale Strategie zu finden, ist es entscheidend, die Motivation hinter dem Exit genau zu kennen. Neben den persönlichen Zielen ist die Wahl abhängig von der Art des Unternehmens und den aktuellen Marktbedingungen. Sobald diese Punkte klar sind, können die Exit-Optionen systematisch eingegrenzt und die nächsten Schritte geplant werden.

Die folgenden Tabellen veranschaulichen die Kriterien der einzelnen Exit-Strategien, je nach Fragestellung:

Herausforderungen während eines Startup-Exits und potenzielle Lösungen

Herausforderungen und Lösungen

Der Exit eines Startups bringt verschiedene Herausforderungen und Risiken mit sich, die es zu bewältigen gilt. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, das sich durch Beachtung der bereits oben genannten Faktoren gründliche Vorbereitung, eigenständig funktionierendes Geschäftsmodell und das Timing, bereits im Vorhinein viele Risiken minimieren lassen.

Ein häufig auftretendes Problem ist die Mitarbeiterbindung nach einem Exit. Wenn Schlüsselmitarbeiter das Unternehmen verlassen, kann der Geschäftsbetrieb und die Kontinuität gefährdet werden. Um dem entgegenzuwirken, können attraktive Anreize und langfristige Bindungsprogramme für Mitarbeiter helfen, wichtige Talente auch nach dem Exit im Unternehmen zu halten. Außerdem förderlich ist es das Arbeitsklima so gut wie möglich zu erhalten.

Auch komplexe, rechtliche Rahmenbedingungen und Vorschriften können den Exit-Prozess verzögern und verteuern. Daher kann die frühzeitige Einbindung von erfahrenen Anwälten und Beratern sinnvoll sein um dazu beitragen, rechtliche Risiken zu minimieren und den Prozess zu beschleunigen.

Zwei weniger gut beeinflussbare Herausforderungen sind unvorhersehbare Marktänderungen, die den Wert des Unternehmens negativ beeinflussen und demnach den Exit-Prozess erschweren können, und Schwierigkeiten bei der Findung passender Käufer. Um Käufer zu finden die bereit sind den gewünschten Preis zu zahlen und die Vision des Unternehmens weiterzuführen sind ein starkes Netzwerk und gezielte Kontakte hilfreich. Um sich eventuellen Marktänderungen und neuen Gegebenheiten bestmöglich anzupassen ist es hilfreich, wenn das Unternehmen die Fähigkeit hat flexibel zu agieren.

Zusammenfassung: das wichtigste zu Startup-Exit

Ein erfolgreicher Startup-Exit ist das Ergebnis sorgfältiger Planung, gründlicher Vorbereitung und strategischer Entscheidungen. Die Wahl der richtigen Exit-Strategie hängt von den individuellen Zielen, der Art des Unternehmens und den aktuellen Marktbedingungen ab. Wichtige Erfolgsfaktoren umfassen eine detaillierte Unternehmensbewertung, finanzielle Optimierung, rechtliche Vorbereitung, die Identifizierung geeigneter Käufer oder Partner und ein starkes Netzwerk. Durch die frühzeitige Einbindung von Experten und die Sicherstellung der Mitarbeiterbindung können viele potenzielle Herausforderungen gemeistert werden. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Marktbedingungen sind ebenfalls entscheidend für den Erfolg.

Ein erfolgreicher Exit mit der Hilfe von Scale up?

Das Scale up Framework unterstützt Unternehmen durch systematische Optimierung ihrer Geschäftsprozesse, Stärkung ihrer Marktposition und mit Hilfe sorgfältige Planung. Dies erleichtert die Vorbereitung auf einen erfolgreichen Exit, indem es die wesentlichen Erfolgsfaktoren integriert und Unternehmen auf nachhaltiges Wachstum ausrichtet.
Neugierig geworden? Vertiefe dein Wissen über erfolgreiche Exit-Strategien und entdecke wertvolle Tipps im Kapitel „EXIT“ aus dem Buch „Scaling Up Revised 2022“. Erfahre, wie du den Wert deines Unternehmens maximieren kannst!

Quellen

  1. Scaling Up Revised 2022 EXIT
  2. View of The main reasons for the exit of entrepreneurs from business (amazoniainvestiga.info)
  3. Exit-Strategie: Was ist das und warum brauchen Startups sie? (startup-insider.com)
  4. OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) – Entrepreneurship at a Glance 2021
  5. Entrepreneurial Spawning: Experience, Education, and Exit – Cumming – 2016 – Financial Review – Wiley Online Library
  6. 202109-Exitstudie.pdf (startupverband.de)
  7. Exit Strategie: Unternehmen, Startup, Konflikt, Beispiel (studysmarter.de)
  8. Exit-Strategien im Überblick (gruenderplattform.de)
  9. https://www.foundersleague.de/blogs-mentoring/exit-strategie
Über den Autor
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Beat Wyss
Beat Wyss ist Mitgründer mehrerer internationaler Unternehmen und ehemaliger CEO der Peter Sweet AG, verfügt über 15 Jahre Erfahrung in Geschäftsleitung und Beratung. Mit einem Hintergrund in Sportmanagement und einem MBA von der Simon School of Management, unterstützt er wachstumsorientierte Start-ups und KMUs als Coach. Seine Kernkompetenz liegt in der Integration branchenfremder Ansätze zur Förderung nachhaltigen Wachstums. Kunden schätzen seine lösungsorientierte, begeisternde und empathische Arbeitsweise.

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